Fußball-WM 2002 und 2006 findet doch auf ARD und ZDF statt

Dienstag, 06. März 2001

Überraschend haben sich ARD und ZDF mit der Kirch-Gruppe schon am ersten Verhandlungstag über den Kauf der WM-Rechte geeinigt. Zwar wollen die Verhandlungsparteien über die genauen Details der Einigung nichts verraten, bis der Deal auch von den Aufsichtsgremien der Sender abgesegnet ist, doch auffällig ist, dass in der offiziellen Erklärung von einer Einigung über die Weltmeisterschaften 2002 und 2006 die Rede ist. Von ARD-Seite wurde nur bestätigt: "Wir haben die Rechte für die WM 2006 nicht ge- kauft, aber eine sehr große Sicher- heit darauf erworben." Im Gegen- zug sollen die technischen Dienst- leistungen von ARD und ZDF bei den WM-Übertragungen in die Kal- kulation eingeflossen sein. Damit kann als sicher gelten, dass sich ARD-Intendant Fritz Pleitgen mit seiner Forderung nach einer Paketlösung durchgesetzt hat. In der ersten Runde hatten die ARD- und ZDF-Unterhändler sich noch mit den WM-2002-Rechten und einer Verhandlungsoption für 2006 begnügt. Beide Seiten hatten im Vorfeld der Gespräche den Verhandlungspartner unter Druck gesetzt: Während die ARD einen gesetzlichen Zwang zur Ausstrahlung aller WM-Spiele im Free-TV forderte, hatte Kirch gedroht, auch die ARD-Radioreporter von den WM-Übertragungen auszuschließen.
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