Fußball-Vermarktung rettet Constantin das Ergebnis

Donnerstag, 19. August 2010
Der Bereich Sport bleibt das Sorgenkind des Medienkonzerns
Der Bereich Sport bleibt das Sorgenkind des Medienkonzerns

Constantin Medien spürt noch die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise. Der Medienkonzern verzeichnete im 1. Halbjahr des Jahres einen Umsatzrückgang um 11,4 Prozent auf 201,9 Millionen Euro. Vor allem der Bereich Sport, zu dem unter anderem der Spartensender Sport 1 gehört, drückte den Umsatz. Die Vermarktung der Uefa-Wettbewerbe verhindert aber ein deutliches Minus. Im Segment Sport sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,8 Prozent auf 76,4 Millionen Euro. Der Umsatzrückgang ist laut Constantin vor allem auf die "anhaltende Investitionszurückhaltung der TV-Sender bei Produktionen und durch den unverändert wettbewerbsintensiven TV-Werbemarkt" zurückzuführen. Der Bereich Sport umfasst den TV-Sender Sport 1, das gleichnamige Online-Portal, die Produktionsfirma Plazamedia und den Dienstleister Constantin Sport Medien, der für die Deutsche Telekom den Fußball-Kanal Liga Total produziert. Vor allem der Sender Sport 1 (ehemals DSF), ist derzeit das Sorgenkind von Constantin. Durch die Einführung der gemeinsamen Dachmarke Sport 1 sollte der Sender wieder auf Wachstum getrimmt werden - bislang aber offenbar noch ohne Erfolg.

Auch im Segment Film ging der Umsatz zurück und sank um 17,8 Prozent auf 90,4 Millionen Euro. Der Umsatzrückgang ist laut Constantin durch ein geringeres Produktionsvolumen bei den TV-Auftragsproduktionen und geringere Umsätze aus dem Kinoverleih und Lizenzhandel bedingt und entspreche den Erwartungen.

Positiv hingegen hat sich der Bereich Sport- und Event-Marketing entwickelt: Hier lag der Umsatz im 1. Halbjahr bei 35,1 Millionen Euro und damit um 23,2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, vor allem dank höherer Erlöse aus der Vermarktung der Uefa Champions League und der Uefa Europa League. Die Tochterfirma Team vermarktet die beiden europäischen Wettbewerbe exklusiv.

Der Bereich Sport- und Event-Marketing rettet Constantin auch das Ergebnis: Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verbesserte sich um 12,2 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro (1. Halbjahr 2009: -8,6 Millionen Euro). Das Konzernperiodenergebnis des ersten Halbjahres erhöhte sich um 7,3 Millionen Euro auf 0,8 Millionen Euro (H1 2009: -6,5 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr rechnet Constantin Medien unverändert mit einem Umsatz von 440 bis 460 Millionen Euro und einem negativen Konzernergebnis von -12 bis -14 Euro. dh
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