Fußball Bundesliga: DFL will Werbemöglichkeiten im Free TV verbessern

Dienstag, 14. Februar 2012
Christian Seifert, Geschäftsführer DFL
Christian Seifert, Geschäftsführer DFL

Ab der Saison 2013/14 sollen die TV-Sender mehr Spielräume erhalten, Sonderwerbeformen bei Übertragungen und Highlightsendungen von Bundesliga-Spielen zu realisieren. Dies kündigte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert beim Sportbusinesskongress Spobis in Düsseldorf an. Dies soll den TV-Sendern die Refinanzierung ihrer Lizenzkosten erleichtern und den Unternehmen mehr Optionen geben, ihre Sponsorships zu hebeln. "In Bezug auf die Werbemöglichkeiten im TV waren wir bislang zu sehr Hüter des heiligen Grals", räumte Seifert ein. In der kommenden Rechteperiode werde sich die DFL flexibler zeigen und die Werberahmenbedingungen rund um Fußball im TV deutlich liberalisieren. Dies gelte insbesondere in Bezug auf Sonderwerbeformen. "Wir wollen die Möglichkeit schaffen, dass sich die Partner im Free- und Pay-TV refinanzieren können", sagte Seifert und verwies dabei auch auf künftige Spielräume durch Simulcast im Netz.

Die Chancen von Sponsoren, ihr Engagement mit Werbung ins Free-TV zu verlängern, seien zurzeit aber auch durch die Restriktionen von ARD und ZDF begrenzt. Dadurch bleibe Werbung Samstags nach 20 Uhr und Sonntags außen vor.  In diesem Zusammenhang monierte der DFL-Chef auch die zurzeit „volatilen" Anfangszeiten des ZDF-Sportstudios am Samstagabend.

Seifert verwies zwar auf die wichtige Bedeutung der Sichtbarkeit von Fußball im Free-TV für die Sponsoren. Gleichzeitig relativierte er erneut den Stellenwert der Sportschau für die Werbekontakte rund um Bundesligafußball insgesamt. Wenn es die Sportschau in der jetzigen Form künftig nicht mehr gäbe, wäre dies "nicht der Untergang des Sponsoringabendlandes", so Seifert. joz
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