Für Berliner Antennen beginnt die digitale Ära

Mittwoch, 13. Februar 2002
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Als erstes Sendegebiet wird die Hauptstadtregion ab Sommer 2003 vollständig auf digitale terrestrische Fernsehversorgung umgestellt. Eine entsprechende Vereinbarung haben am Mittwoch ARD, ORB, SFB, ZDF, Pro Sieben Sat 1 Media AG, RTL Television und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) in Berlin unterzeichnet. Damit startet zugleich bundesweit die Digitalisierung der terrestrischen TV-Übertragung. Bis 2010 soll der digitale Übertragungsstandard DVB-T die herkömmliche analoge Fernsehübertragung ablösen.

Die Bedeutung der analogen Terrestrik ist in den letzten Jahren aufgrund mangelnder Übertragungskapazitäten kontinuierlich zugunsten der Satelliten- und Kabelübertragung zurückgegangen. In Berlin empfangen nur noch 7,4 Prozent aller TV-Haushalte ihr Programm über Antenne. Im DVB-T-Modus werden sie statt bisher 12 Programme künftig 21 programme in deutlich gesteigerter Bild- und Tonqualität empfangen können.

Der digitale Umstieg wird sich in drei Stufen vollziehen. Ende 2002 wechselt Pro Sieben auf den bisher von RTL 2 genutzten Kanal. Damit wird der Platz für die digitale Ausstrahlung von RTL, Pro Sieben, Sat 1 und RTL 2 frei. Anfang 2003 räumen auch RTL, Sat 1, Pro Sieben und Vox ihre analogen Sendeplätze zugunsten der DVB-T-Ausstrahlung. Gleichzeitig starten die Öffentlich-Rechtlichen ihre digitale Verbreitung. ARD und ZDF bleiben allerdings noch bis Sommer 2003 analog terrestrisch empfangbar.

Voraussetzung für die digitale Zukunft ist noch die Zustimmung der Landtage zur Ergänzung des Rundfunkstaatsvertrages. Es soll die Klausel eingefügt werden, dass ARD und ZDF ihren Versorgungsauftrag nicht durch analoge terrestrische Verbreitung erfüllen müssen.
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