Fünf Thesen: Do's and Dont's im Umgang mit Social Media

Donnerstag, 18. Oktober 2012
Hubertus von Lobenstein
Hubertus von Lobenstein

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein - das ist eine Voraussetzung für einen starken Markenauftritt. Social Media hat das Verhältnis zwischen Kunde und Marke grundlegend gewandelt. Tools wie Facebook, Twitter oder Youtube machen es möglich, im Dialog zu kommunizieren, und zwar auf Augenhöhe: Unternehmen sind damit so nah wie nie zuvor an ihrer Zielgruppe, können im Umgang mit den neuen Kanälen aber auch viel falsch machen. Wie die Onlinekommunikation das Sportbusiness verändern kann, was funktioniert und welche Voraussetzungen für das Vertrauen in eine Marke wichtig sind, erläuterte Hubertus von Lobenstein, Managing Director Aimaq von Lobenstein, auf dem 18. Sportbusiness Kongress.

1. Einzigartige Markenversprechen nicht nur machen, sondern auch halten.

Wer keine vernünftige Marketingidee hat, darf auch keine Versprechen geben. Denn dass er sie nicht halten kann, merkt die Zielgruppe schnell. Erfolgreiche Marken haben keine Digitalstrategie, sie haben eine Markenstrategie, die umfassend kommuniziert werden muss: Wer behauptet, seine Marke liefere ein einzigartiges Erlebnis, muss diesen Erwartungen gerecht werden.


2. Erst zuhören, dann reden. 

Eine Kardinaltugend in Zeiten von Social Media. Das wichtige dabei: Zuhören hat nichts mit Technologien zu tun, sollte also nicht als bloßes technisches Monitoring missverstanden werden. Technik kann Unternehmen zwar dabei unterstützen, einen Dialog zu  kreieren, ein aktives Beobachten und Teilnehmen an den Wünschen und Erwartungen der Kunden aber nicht ersetzen.

3. Communities schaffen, anstatt nur Fans.

Wer als Unternehmen mit Aktionen auf Facebook oder Twitter lediglich die Anzahl der „Likes" erhöhen will, hat etwas falsch verstanden. Denn Popularität ist nicht gleich Autorität: Den Fans müssen relevante Mehrwerte geliefert werden - es ist besser, kleine, aber dafür hochengagierte Communities zu bauen, die miteinander kommunizieren, gestalten und entscheiden, als nur auf die Menge zu setzen.

4. Die Marke nicht nur digital, sondern auch real erlebbar machen. 

Marken müssen real stattfinden, nicht nur auf dem Screen. Nur wer Emotionen kreiert und positive Erlebnisse schafft, bleibt auf Dauer erfolgreich. 

5. Die Technik beherrschen, und nicht umgekehrt.

Verstehen, wie die eigene Zielgruppe funktioniert und dabei immer bereit sein, dazu zu lernen - Unternehmen müssen sich fragen, wo die Aktionen stattfinden, die letztendlich zum Kauf führen, und hier wird das Social Web in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Wer sich nicht von der Technik beherrschen lassen will, muss experimentieren, probieren und auch mal scheitern, wichtig ist vor allem, immer am Ball zu bleiben.  hor
Meist gelesen
stats