Front gegen Pay-TV-Piraten

Donnerstag, 02. September 1999

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin hat die Association Européenne pour la Protection des Oeuvres et Services Cryptés (AEPOC) ihre europaweite Aktion gegen Piraterie im Bereich Pay-TV und Internet gestartet. Die aus 30 Mitgliedern bestehende Vereinigung, darunter Premiere, BBC und Canal plus, setzt sich für die zügige Umsetzung der am 9. November 1998 verabschiedeten EG-Richtlinie über den rechtlichen Schutz von zugangskontrollierten Diensten und von Zugangskontrolldiensten ("Direktive für zugangsbeschränkte Dienstleistungen") in nationales Recht ein. Die Direktive, die bis 28. Mai 2000 in nationales Recht der EU-Mitgliedsländer umgesetzt werden soll, stellt die Herstellung und den Vertrieb illegaler Hard- und Software unter Strafe. Die AEPOC schlägt vor, auch den persönlichen Besitz und die Nutzung von illegalen Decodergeräten per nationales Recht zu untersagen, wie dies bereits in Frankreich praktiziert wird. Aufgrund gefälschter Decoderkarten und Set-Top-Boxen gehen den Anbietern verschlüsselter Programme nach Schätzung der AEPOC rund 200 Millionen Euro verloren. Weitere Veranstaltungen sind in Italien, Belgien, Portugal, Griechenland, Großbritannien, Schweden und Frankreich geplant.
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