Fritz Schneider und Publicis trennen sich vorzeitig

Montag, 14. Januar 2008
Muss gehen: Fritz Schneider
Muss gehen: Fritz Schneider

Eher als geplant endet die Zusammenarbeit von Publicis und dem Erlanger Standortchef Fritz Schneider. Wie die Agentur heute per Pressemitteilung bekannt gibt, verlässt Schneider das Unternehmen mit sofortiger Wirkung - und damit vor Auslaufen seines Vertrags im Herbst dieses Jahres. Der Abgang Schneiders dürfte in engem Zusammenhang mit dem vorige Woche bekannt gewordenen Rücktritt von Manfred Schüller als CEO von Publicis Deutschland stehen. Offiziell erfolgt die Trennung in gegenseitigem Einvernehmen. Aus der Publicis-Gruppe verlautet jedoch, dass vor allem die zuletzt schlechte Bilanz des Büros Erlangen/München zum vorzeitigen Aus von Schneider geführt hat. Das Büro war jahrelang die Cashcow der Gruppe. Nach den Turbulenzen beim Großkunden Siemens musste die Agentur aber deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen.

Die Suche nach einem Nachfolger für Schneider, Jahrgang 1951, läuft bereits seit längerem. Marktgerüchte, dass For-Sale-Chef Kai Fehse für diesen Posten vorgesehen war, werden von Fehse und der Agentur dementiert. Bis auf weiteres übernimmt CFO Erwin Bakker zusammen mit dem verbliebenen lokalen Management die Führung von Publicis Erlangen/München.
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