Frieder Stein verlässt die Motorpresse

Donnerstag, 25. Oktober 2001

Der Motorpresse-Chef Frieder Stein zieht die Konsequenz aus dem IVW-Debakel und verlässt das Verlagshaus zum 31. Oktober 2001. Nachfolger wird am 1. November Christian Delbrück. Seit seinem Ausscheiden als Vorstand Zeitschriften beim Axel-Springer-Verlag im Oktober 2000 ist Delbrück als Medienberater tätig. Delbrück fungiert als Sprecher der Geschäftsführung. Zusätzlich wird die Präsenz des Minderheitsgesellschafters Gruner + Jahr (15 Prozent) in der Geschäftsführung interimistisch verstärkt: Als weitere Geschäftsführer treten Hartmut Bühne, Leiter des Fachbereichs Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung bei G+J, und Friedrich Wehrle, Leiter des Fachbereichs Anzeigen und ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung, an. Ihr Engagement soll nach einer Umstrukturierungsphase am 30. April 2002 enden.

Das Engagement der G+J-Manager stehe "in keinem Zusammenhang zur geplanten Neuordnung der Gesellschafteranteile bei der Motorpresse", betont G+J-Sprecher Kurt Otto. Die Funktionen beider Manager bei G+J bleiben unberührt.

Gruner + Jahr wird noch im 4. Quartal den Vertrieb aller Titel der Verlagsgruppe Motorpresse übernehmen. Wie die Stuttgarter erklären, sei man in Verbindung mit diesem Vertriebswechsel zum 31. Oktober aus der IVW ausgetreten. Mit den Umstrukturierungsmaßnahmen trägt die Verlagsgruppe auch den für insgesamt drei Quartale von der IVW beanstandeten fehlerhaften Auflagenmeldung von Titeln der Vereinigten Motorverlage Rechnung. Den betroffenen Anzeigenkunden will der Verlag einen Ausgleich anbieten. Die Motorpresse betont jedoch, dass die aktuellen Auflagendaten des 2. und 3. Quartals 2001 unter Beseitigung der Fehler richtig abgegeben wurden.

Meist gelesen
stats