Friede Springer stockt ihren Anteil auf

Donnerstag, 10. Oktober 2002

Die Deutsche Bank hat 10,4 Prozent der Aktien am Axel-Springer-Verlag an Friede Springer verkauft, die sich damit die absolute Mehrheit an Europas größtem Zeitungshaus sichert. Erst am Dienstag hatte das Kreditinstitut als einziger Bieter für 667,3 Millionen Euro 40 Prozent der Anteile am Verlagshaus ersteigert. Die Deutsche Bank hatte die Versteigerung für das Aktienpaket, das bei der Bank als Sicherheit für einen Kirch-Kredit in Höhe von 735 Millionen Euro verpfändet war, selbst in Auftrag gegeben. Als Interessent für den Rest der Anteile ist die Schweizer Verlagsgruppe Ringier im Gespräch.

Friede Springer ist derzeit bereits über die Gesellschaft für Publizistik, in der die knapp 50-prozentige Beteiligung der Springer-Erben gebündelt ist, am Verlag beteiligt. Die geschäftstüchtige Verlegerwitwe hält an dieser Gesellschaft 90 Prozent und die beiden Enkel von Axel Cäsar Springer je 5 Prozent. Aufgrund der familiären Streitigkeiten mit Axel Sven Springer hat Friede Springer jedoch den Gesellschaftervertrag zum Jahresende gekündigt.
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