Friede Springer schenkt Mathias Döpfner zwei Millionen Aktien

Freitag, 17. August 2012
Mathias Döpfner hat Grund zur Freude
Mathias Döpfner hat Grund zur Freude


Erst kürzlich wurde darüber spekuliert, ob sich das Verhältnis von Springer-Chef Mathias Döpfner zu Mehrheitsgesellschafterin Friede Springer abgekühlt habe. Doch die Wertschätzung der Witwe von Axel Springer für Ihren ersten Angestellten ist ganz offensichtlich ungebrochen: Laut einer Pflichtmitteilung des Medienkonzerns hat Springer dem Vorstandsvorsitzenden fast 2 Millionen Aktien überschrieben. Genau 1.978.800 vinkulierte Namensaktien umfasst das Aktienpaket, das Springer am 14. August Mathias Döpfner geschenkt hat. Laut dapd hatten die rund 2 Millionen Aktien am Tag der Schenkung einen Wert von rund 73 Millionen Euro. Mit einem Aktienanteil von nun 3,26 Prozent gehört der Vorstandsvorsitzende mittlerweile zu den größten Einzelaktionären des Medienkonzerns. Friede Springer hält direkt 7 Prozent an dem von Axel Springer gegründeten Medienkonzern, außerdem hält sie 90 Prozent an der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik, die wiederum 51,5 Prozent der Anteile hält.

Mit diesem äußerst großzügigen Geschenk dürften auch die Gerüchte vom Tisch sein, das Verhältnis von Springer und Döpfner habe sich zuletzt abgekühlt. Entsprechend wurden Äußerungen der Biografin von Friede Springer, Inge Kloepfer gedeutet. In der Neufassung ihrer Biografie schreibt sie, dass es für Döpfner keine Bestandsgarantie gebe und er nur bleiben dürfe, solange er sich als nützlich erweist und die Kasse füllt. "Keine Freundschaft mit ihr würde davor schützen, ein Amt zu verlieren", sagte Kloepfer dem "Spiegel". Und selbst wenn: Döpfner hätte im Fall des Falles inzwischen ein ausreichendes Ruhepolster. dh
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