Freitags-Spiele weiter offen

Donnerstag, 01. April 2004

Im neuen Zweijahresvertrag mit dem Pay-TV-Sender Premiere, dem die 36 Proficlubs am Mittwoch dieser Woche auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der DFL in Köln zustimmten, bleibt es zunächst bei der Regelung mit sieben Partien am Samstag und zwei am Sonntag. Die Wiedereinführung eines Freitag-Spiels in der Fußball-Bundesliga ist weiter ungewiss. Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. "Das Freitag-Spiel ist weiter im Gespräch, aber noch nicht beschlossen", sagte DFL-Präsident Werner Hackmann nach der Sitzung. "Wir hoffen, dass das Freitag-Spiel kommt", bekräftige Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler den erklärten Wunsch des Abosenders. Mehr Geld soll im Erfolgsfall dafür aber nicht fließen. "Der Deal wird deswegen nicht mehr aufgemacht", erklärte Kofler.

Die Spielplangestaltung mit einer vorgezogenen Partie am Freitagabend um 20.45 Uhr gestaltet sich unter anderem wegen der internationalen Wettbewerbe schwierig. Der Abosender zahlt für die kommenden beiden Spielzeiten insgesamt 355 Millionen für die Spiele der Bundesliga und der zweiten Liga. Nach den am Mittwoch offiziell bekannt gegebenen Zahlen kassiert die DFL insgesamt 373 Millionen Euro von Premiere, das nun auch "Offizieller Partner der Bundesliga" ist. Die Bundesliga kann mit dem neuen TV-Vertrag voraussichtlich mit mindestens 300 Millionen Euro an jährlichen TV-Gesamterlösen rechnen. nr
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