Freenet hofft nach Stagnation im 3. Quartal auf das Weihnachtsgeschäft

Donnerstag, 08. November 2001

Der Hamburger Onlinedienst Freenet.de hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres 37,6 Millionen Mark umgesetzt und damit die Erlöse um 33 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gesteigert. Zum Umsatzwachstum hat insbesondere das Geschäftsfeld E-Commerce beigetragen, das im Jahresvergleich um 112 Prozent zulegte.

Wie das Unternehmen mitteilt, lagen die Umsätze im 3. Quartal mit knapp 12,4 Millionen Mark auf dem Niveau des Vorquartals. Gleichzeitig wurde im 3. Quartal ein Fehlbetrag von 7,6 Millionen Mark eingefahren. In den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres summiert sich der Verlust vor Steuern auf insgesamt 25,67 Millionen Mark.

Dieses Ergebnis wird vor allem durch die expansive Strategie mit Kundenwachstum und den damit verbunden Aufwendungen für Marketing in Höhe von knapp 26 Millionen Mark begründet. Die Marketingmaßnahmen hätten jedoch zu einem massiven Wachstum geführt. So sei allein im 3. Quartal die Zahl der aktiven Einwahlhaushalte um 430.000 auf 2,5 Millionen Ende September angestiegen. Auch die Zahl der Mitglieder sei auf nunmehr 3,6 Millionen angestiegen und habe sich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt.

Eckhard Spoerr, Vorstandschef bei Freenet, erwartet im 4. Quartal vor allem wegen des Weihnachtsgeschäfts Zuwächse in den Bereichen E-Commerce und Advertisting. Zudem sei mit einer Steigerung der Kundenzahlen im Zugangsgeschäft durch den Einstieg in das DSL-Geschäft zu rechnen. Freenet verfügt nach eigenen Angaben noch über gut 120 Millionen Mark an liquiden Mitteln.
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