Freenet erwartet weiteres Wachstum / Spekulationen um Zusammenschluss mit AOL

Mittwoch, 18. Februar 2004

Der Hamburger Internet- und Festnetzanbieter Freenet peilt nach dem Rekordjahr 2003 auch in diesem Jahr ein sattes Plus an. Wie Vorstandschef Eckhard Spoerr bei der Bilanzpressekonferenz im Hamburg ankündigte, rechnet das Unternehmen 2004 mit einem Wachstum um 40 Prozent bei Umsatz und Ertrag. Das Access-Geschäft soll vor allem durch die DSL-Kunden angekurbelt werden. Spoerr rechnet damit, dass die Kundenzahl von derzeit 100.000 im laufenden Jahr um 200 Prozent ansteigt. Nach der Übernahme des Festnetzgeschäfts von der Muttergesellschaft Mobilcom im April 2003 waren Umsatz und Gewinn bei Freenet 2003 regelrecht explodiert. So stieg der Umsatz um 766 Prozent auf 365,5 Millionen Euro an. Das Ergebnis vor Steuern legte um fast 1200 Prozent auf 47,7 Millionen Euro zu.

Wie bereits im vergangenen Jahr nährte Spoerr Spekulationen über einen Zusammenschluss mit AOL. Laut einem DPA-Bericht sagte Spoerr, dass „AOL Deutschland perfekt zu uns passen würde“. Freenet verfügt derzeit über liquide Mittel in Höhe von 113 Millionen Euro. In jüngster Zeit mehren sich die Gerüchte, dass sich AOL aus Europa zurückziehen könnte. In Deutschland hat das Unternehmen, das mit 2,8 Millionen Kunden hierzulande Rang 3 nach T-Online (10,8 Millionen) und Freenet (3,9 Millionen) belegt, im vergangenen Jahr erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Im vergangenen Jahr war dagegen spekuliert worden, dass AOL seinen Wettbewerber Freenet übernehmen könnte. Das Unternehmen hatte dies jedoch vehement dementiert. mas
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