Frauenpresse: Glamour erhöht den Copypreis

Freitag, 07. Juni 2002

Der Preissturz im Segment der monatlichen Frauenpresse könnte vorerst beendet sein. Ab der Juli-Ausgabe erhöht "Glamour" den Copypreis um 30 Cent auf 1,80 Euro. Der von Condé Nast herausgegebene Titel ist im Frühjahr des vergangenen Jahres mit einem Kampfpreis von 1 Euro gestartet und hat damit eine wahre Preis-Lawine im Frauensegment losgetreten (Horizont 17/2002). So haben beispielsweise "Joy", "Marie Claire" und "Amica" den Copypreis in diesem Jahr deutlich gesenkt. Nachdem die Erhöhung des "Glamour"-Preises auf 1,50 Euro dem Erfolg des Titels nicht geschadet hat, zieht der Verlag die Preisschraube weiter an. "Glamour" verkauft seit dem III. Quartal 2001 stabil um 400.000 Exemplare. Branchenkenner gehen davon aus, dass sich das Segment der niedrigpreisigen Frauentitel bei einem Preis von 2 Euro einpendelt.

"Aufgrund der stabilen und positiven Auflagensituation von ,Glamour' ist jetzt ein guter Zeitpunkt für eine Preiserhöhung", begründet Markus Schönmann, Director Communications bei Condé Nast, den Schritt. Branchenkenner gehen davon aus, dass sich das Segment der niedrigpreisigen Frauentitel bei einem Preis von 2 Euro einpendelt. Bei Condé Nast will man jedoch am Preis von 1,80 Euro festhalten.

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