Frankfurter Rundschau verliert weiter Auflage

Freitag, 15. Juli 2005

In der aktuellen IVW-Ausweisung für das 2. Quartal 2005 hat sich an den Grundkoordinaten nichts geändert: Die "Süddeutsche Zeitung" bleibt die auflagenstärkste überregionale Qualitätszeitung. Im 2. Quartal 2005 meldeten die Münchner für den Erscheinungszeitraum Montag bis Samstag 440.440 verkaufte Exemplare - 2144 mehr als im Vorjahresquartal. Deutliche Verluste muss die "Frankfurter Rundschau" hinnehmen: 169.364 Exemplare bedeuten ein Minus von 11843 Heften gegenüber dem 2. Quartal 2004. Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" büßt mit 375.772 Heften leicht an Auflage ein. Im Vorjahresquartal verkauften die Frankfurter noch 379.714 Exemplare. Die "Welt", die seit dem 1. Quartal 2005 mit dem Tabloid "Welt kompakt" zusammen ausgewiesen wird, verkaufte zwischen Montag und Freitag 234.905 Exemplare.

Bei den beiden Konkurrenztiteln "Handelsblatt" und "Financial Times Deutschland" kann das Joint Venture von Gruner+Jahr/Pearson weiter Boden gut machen. Die "FTD" wuchs im Gesamtverkauf um 5,4 Prozent auf jetzt durchschnittlich 100.859 Exemplare. Im Abonnement konnten sich die Hamburger auf 62.148 Exemplare verbessern - ein Plus von 7,2 Prozent. "Die ,Financial Times Deutschland' ist auf solidem Wachstumskurs", meint Geschäftsführer Christoph Weger. "Das Produkt steht für die progressive Form des intelligenten, investigativen Wirtschaftsjournalismus."

Das "Handelsblatt" verbesserte sich leicht auf 143.591 Exemplare. Die Zahl der Abonnenten liegt jetzt bei 92.346. "Die positive Entwicklung in der verkauften Auflage und unsere guten Werte in der Auflagenstruktur beweisen, dass Qualitätsjournalismus auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten honoriert wird", erklärt Andreas Arntzen, Geschäftsführer Handelsblatt GmbH. nr



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