Frankfurter Rundschau strukturiert weiter um

Donnerstag, 08. Dezember 2005

Die wirtschaftlich angeschlagene "Frankfurter Rundschau" plant offenbar weitere Umstrukturierungen im redaktionellen Angebot und ein strenges Kostenmanagement. So sollen die 2003 eingeführten themenspezifischen FR plus-Beilagen - so heißt das themenspezifische letzte Buch der Zeitung - dienstags bis freitags nicht mehr erscheinen. Die Inhalte sollen in das Hauptblatt integriert werden. Nur montags, wenn "FR plus" das Sportwochenende zusammenfasst, und am Samstag besteht "FR plus" fort. Betroffen von der Einstellung sind die Angebote zu Wissen und Bildung, Politik, Kultur und Wirtschaft. Spekulationen, der Honoraretat werde für das Jahr 2006 um 40 Prozent reduziert, kommentiert der Verlag nicht. Zu Veränderungen im Bereich der freien Mitarbeiter kann es aber durchaus kommen. Weitere betriebsbedingte Kündigungen schloss Verlagsleiter Karlheinz Kroke auf einer Redaktionssitzung in dieser Woche aus.

Die lokale und regionale Berichterstattung will die "FR" dagegen weiter verbessern. Zudem würden mehrere 100.000 Euro für die Regionalredaktionen zur Verfügung gestellt. Gestärkt werde auch das samstägliche "Magazin", das in der aktuellen Form nicht den Ansprüchen der Leser entspreche.

Das lokale Veranstaltungsmagazin "Plan F" soll künftig kostengünstiger produziert werden. Hierfür soll ein neues Konzept erarbeitet werden, das stärker auf Zulieferungen setze. Eventuell wird sich auch der Name ändern. Möglicherweise stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit einem neuen Eigner. Der Mehrheitseigentümer der "FR", die SPD-Medienholding DDVG, will einen Großteil an einen Verlagsinvestor verkaufen. nr



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