Frankfurter Rundschau stellt Weichen für neuen Gesellschafter

Freitag, 05. März 2004

Die "Frankfurter Rundschau" ("FR") stellt die Weichen für den Einstieg eines neuen Gesellschafters. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, lässt die Karl-Gerold-Stiftung als alleinige Gesellschafterin des Druck- und Verlagshauses Frankfurt derzeit von der zuständigen Stiftungsaufsichtsbehörde prüfen, wie die Satzung mit dem Einstieg eines neuen Gesellschafters in Einklang zu bringen ist. "Wir loten aus, was machbar ist", sagte Verlagsgeschäftsführer Günter Kamissek dem Blatt. Eine Aufsplittung zwischen der Druckerei in Neu-Isenburg und der "Frankfurter Rundschau" sei derzeit nicht im Gespräch. Die Entscheidung über einen neuen Gesellschafter soll bis Ende März fallen.

Bei der "FR" sind zurzeit zwei Lösungen denkbar. Die gewerkschaftseigene Firmenholding BGAG und die DDVG, die Medienholding der SPD, sind offenbar an einem Einstieg interessiert und prüfen die Zahlen des Frankfurter Unternehmens. Dieser politischen Lösung stehe die Option gegenüber, eine Kapital-Beteiligungsgesellschaft bei der "FR" ins Boot zu holen. Zuletzt habe sich die Kapitalanlagegesellschaft 3i Einblick in die Firmenbücher geholt. Die Starnberger Firma Arques, die vor allem an der Druckerei interessiert gewesen sei, soll aber aus dem Rennen sein.

Wie die Zeitung schreibt, gehört seit September auch "FR"-Chefredakteur Wolfgang Storz dem fünfköpfigen Kuratorium der Karl-Gerold-Stiftung an, das Stiftungsvorstand Gerhard Zerth berät. Storz war früher im Vorstand der IG Metall tätig und für die Blätter "Metall" und "Direkt" zuständig. nr
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