Frankfurter Rundschau ordnet Zuständigkeiten an der Spitze neu

Freitag, 30. November 2001

Die seit letztem Jahr installierte Doppelspitze der "Frankfurter Rundschau", bei der sich Hans-Helmut Kohl und Jochen Siemens die Chefredaktionsaufgaben in 14-täglichem Wechselturnus aufteilten, wird künftig mit klar getrennten Zuständigkeiten agieren. In der neuen Ressortzuordnung verantwortet Hans-Helmut Kohl neben dem Sport vor allem das Lokal- und Regional-Ressort, Jochen Siemens wird sich im wesentlichen um den Mantelteil kümmern. Die Entscheidungen im Bereich Budget und Personal werden weiterhin gemeinsam entschieden.

Darüber hinaus sieht sich auch die "FR" zu konjunkturbedingten Sparmaßnahmen gezwungen: Mit einer auf Basis einer Betriebsvereinbarung beschlossenen Wiederbesetzungssperre und einem Stellenabbau, der auch die Redaktion betrifft, wollen die Frankfurter das Schiff wieder in ruhigere Gewässer steuern.

Mit dazu beitragen soll vor allem ein durchgreifender Heftrelaunch, der zum April/Mai nächsten Jahres realisiert werden soll. Entgegen anderen Berichten wird man sich optisch nicht an der im April 2000 überarbeiteten Wochenendausgabe orientieren. Kohl: "Es geht uns darum, das Blatt moderner und leichter erschließbar für den Leser zu machen. Insgesamt soll der Eindruck der Zeitung mit einem stärkeren Farbeinsatz frischer werden." Im Rahmen des Relaunchs wird auch der erste Zeitungsbuch durchgreifend überarbeitet. Die optischen Veränderungen werden überwiegend inhouse entwickelt.
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