Frankfurter Rundschau muss Personal abbauen

Dienstag, 12. März 2002

Die Krise auf den Anzeigenmärkten hat den Verlag der "Frankfurter Rundschau" offenbar stärker als andere vergleichbare Medienunternehmen getroffen. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" sollen im vergangenen Jahr bei Verlag und Druckerei insgesamt Verluste in Höhe von rund 33 Millionen Euro aufgelaufen sein. Auch das laufende Jahr hat bislang offenbar keinen Gegentrend gebracht. Dennoch soll das Blatt bis August dieses Jahres layouttechnisch gründlich überarbeitet werden.

Die starken Verluste führen Branchenkenner neben dem Wegfall von Durckaufträgen und der allgemeinen Krise im Werbemarkt auch auf das stark defizitäre Angebot der "FR am Mittag" zurück, die nach kurzem Intermezzo im letzten Jahr schon wieder vom Markt genommen wurde.

Der Verlag reagiert auf das Missmanagement mit Personalabbau: Bis zum nächsten Jahr sollen bis zu 20 Prozent der rund 1570 Stellen gestrichen werden, auf Kündigungen soll dabei nach Möglichkeit verzichtet werden. Dies gilt indes nicht für den verantwortlichen Anzeigenleiter: Werner Isenbügel wird das Haus Ende dieses Monats verlassen.
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