"Frankfurter Rundschau" investiert 40 Millionen in digitales Redaktionszentrum

Dienstag, 02. August 2011
FR-Geschäftsführer Karlheinz Kroke
FR-Geschäftsführer Karlheinz Kroke

Die angeschlagene "Frankfurter Rundschau" will in den kommenden Jahren noch einmal 30 bis 40 Millionen Euro in den Standort Frankfurt investieren. Das Geld wird vor allem in das neue digitale Redaktionszentrum fließen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". 2013 soll das Traditionsblatt dann endlich wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Gründung der digitalen Gemeinschaftsredaktion ist Teil der tiefgreifenden Maßnahmen zur Rettung der "Frankfurter Rundschau". So wurde eine Arbeitsteilung zwischen dem Standort Frankfurt und der in Berlin ansässigen Redaktionsgemeinschaft des FR-Hauptgesellschafters M. DuMont Schauberg vereinbart. Die überregionalen Seiten der "FR" kommen künftig aus Berlin, dafür sollen die Lokal- und Rhein-Main-Redaktion am Standort Frankfurt gestärkt werden. In Frankfurt werden zudem die digitalen Produkte wie der Internetauftritt FR Online und die iPad-App der Zeitung produziert. Seit dem 1. August greift die neue Arbeitsteilung zwischen den Standorten in Frankfurt und Berlin.

Die Zukunft des links-liberalen Traditionsblatts steht aber weiter in den Sternen. Die Zeitung macht nach wie vor hohe Verluste. "Garantien kann ich keine aussprechen, aber ich kann darauf verweisen, dass die Gesellschafter hier bis 2013 noch einmal 30 bis 40 Millionen investieren. Das tut man nicht, wenn man auf eine Insolvenz zusteuert. Das Geld könnte man sich sparen", sagte FR-Geschäftsführer Karlheinz Kroke der "FAZ". Die Mittel fließen in erster Linie in die Verlagerung des Onlinegeschäfts nach Frankfurt.

Daneben legt der Geschäftsführer ein besonderes Augenmerk auf das regionale Anzeigengeschäft. Hier sei man personell wieder gut aufgestellt und will das lokale Geschäft wieder zurückerobern. Notfalls "im Häuserkampf". dh
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