"Frankfurter Rundschau" bekommt Gnadenfrist bis Ende Januar

Freitag, 14. Dezember 2012
Der Geschäftsbetrieb der "FR" ist bis Ende Januar gesichert
Der Geschäftsbetrieb der "FR" ist bis Ende Januar gesichert


Die Gesellschafter der von der Insolvenz bedrohten "Frankfurter Rundschau" schießen noch einmal Geld nach. Bis Ende Januar ist der Geschäftsbetrieb zunächst gesichert. Ansonsten wären am Frankfurter Südbahnhof Ende des Jahres die Lichter ausgegangen. Der Insolvenzverwalter Frank Schmitt hatte erst kürzlich gewarnt, dass dem Traditionsblatt das endgültige Aus drohe, sollte bis Ende des Jahres kein Investor gefunden werden. Die bestehenden Mittel für den laufenden Geschäftsbetrieb hätten nur noch bis Ende des Jahres ausgereicht. Nun hat sich der Insolvenzverwalter mit den FR-Gesellschaftern, der Mediengruppe M. DuMont Schauberg und der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) darauf verständigt, den Geschäftsbetrieb bis Ende Januar weiter zu ermöglichen. "Wir haben damit das Erforderliche getan, um - von unserer Seite - den vom vorläufigen Insolvenzverwalter betriebenen Investorenprozess konstruktiv zu begleiten", teilten die Gesellschafter am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Dass DuMont Schauberg und die DDVG noch einmal Geld in die Hand nehmen, könnte darauf hinweisen, dass die Gespräche mit den potenziellen Investoren auf einem guten Weg sind. Ansonsten würde die Bereitstellung zusätzlicher Mittel aus Sicht der Gesellschafter wenig Sinn ergeben.

Unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sollen an einer Übernahme der "FR" oder zumindest Teilen davon interessiert sein. Die "SZ" erwägt dem Vernehmen nach, Abonnenten, Vertriebs- und Infrastrukturen, Werbemarkt-Kontakte und Redakteure für den Aufbau einer Regionalausgabe für den Frankfurter Raum zu nutzen. dh
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