"Frankfurter Rundschau": Geschäftsführung verhandelt mit Betriebsrat über Kürzungen

Montag, 16. August 2010
Der FR stehen neue Einschnitte bevor
Der FR stehen neue Einschnitte bevor

Bei der "Frankfurter Rundschau" stehen offenbar erneut Einsparungen bevor. Wie Betriebsratschefin Ingrid Eckert auf Anfrage von HORIZONT.NET bestätigt, wird sich Geschäftsführer Karlheinz Kroke am 19. August mit der Gewerkschaft Verdi und dem Betriebsrat zu einem Gespräch treffen. Hierbei soll eine Lösung gefunden werden, wie der defizitäre Titel aus den roten Zahlen geführt werden kann. Dieses Ziel soll bis spätestens 2012 erreicht werden. Dazu sind wahrscheinlich herbe finanzielle Einschnitte nötig. Details will Eckert gegenüber HORIZONT.NET nicht nennen. Aber es ist anzunehmen, dass es bei einem Treffen zwischen Unternehmensführung, Betriebsrat und Gewerkschaft um mehr gehen wird als den Verzicht auf Urlaubsgeld. Offen bleibt, ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird. Dazu wäre eine Öffnungsklausel im Haustarifvertrag nötig.

Der Verlag M. DuMont Schauberg hat Ende April eine Redaktionsgemeinschaft gegründet, die "FR" und "Berliner Zeitung" enger miteinander verzahnt. Insgesamt 17 Mitarbeiter verantworten in der Hauptstadt für beide Zeitungen die Politikberichterstattung, neun weitere kümmern sich in Frankfurt um die Wirtschaftsthemen. Bereits im Vorfeld der Umstrukturierung haben die Betriebsräte befürchtet, dass es im Anschluss zu Kürzungen kommen könnte. bn
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