Frankfurter Rundschau: Banken genehmigen Sanierungskonzept der Deutschen Bank

Donnerstag, 17. Oktober 2002

Die "Frankfurter Rundschau" hat für ihr Sanierungskonzept die Unterstützung der Banken. Frankfurter Sparkasse und Dresdner Bank haben das Konzept der Deutschen Bank akzeptiert und sind bereit, die Umsetzung mit einem zusätzlichen Kredit über einen niedrigen zweistelligen Millionen- Betrag zu ermöglichen.

Außerdem wird es weitere Entlassungen geben. Nach dem Sanierungskonzept soll das Verlagshaus mit der Druckerei in Neu-Isenburg und der "Frankfurter Rundschau" Ende 2003 über einen Personalbestand von 1208 Mitarbeitern verfügen, so der Bericht. Derzeit beschäftige die DUV noch 1468 Mitarbeiter. Damit solle die Personalkostenquote gemessen am Umsatz von 60 Prozent wieder auf 48 Prozent gesenkt werden. Nach einem früheren Sozialplan wären 100 Stellen weniger gestrichen worden.

Für die Sanierungsphase wurden die Umsatzerwartungen deutlich nach unten korrigiert. 2002 erwartet das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main (DUV), dem die "Frankfurter Rundschau" gehört, nach dem Bericht nur noch einen Umsatz von 131 Millionen Euro. Das entspreche einem Rückgang von nahezu einem Drittel gemessen am Spitzenjahr 2000. Diese Anzeigenerlöse schrumpften bei der "Frankfurter Rundschau" im Vorjahr um annähernd ein Drittel; auf diesem niedrigen Niveau gab es in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres nochmals ein Minus von 50 Prozent.
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