Framfab leitet radikalen Sparkurs ein

Montag, 07. Mai 2001

Der schwedische Multimedia-Dienstleister Framfab will seine Zahlen mit einem radikalen Sparkurs verbessern. Auch die deutsche Niederlassung könnte davon betroffen sein. "Wir können nicht ausschließen, dass auch bei uns Stellen abgebaut werden", erklärt Patrick von der Ehe, Sprecher Framfab Deutschland. Die von Framfab angekündigte Streichung von 650 Stellen spiele sich allerdings vor allem im Ausland ab. So würden voraussichtlich die Hälfte der Entlassungen das schwedische Mutterhaus betreffen.

Framfab hat zudem angekündigt, sich von Beteiligungen zu trennen, einen neuen Aufsichtsrat einzusetzen und Standorte zu schließen. Das Unternehmen will sich in Zukunft auf Schweden, Dänemark, die Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Deutschland konzentrieren. Die Standorte Schweiz, Österreich, Spanien, Bulgarien und USA werden aufgegeben. Laut von der Ehe hat Framfab Deutschland im vergangenen Jahr bei 28,4 Millionen Mark Umsatz einen leichten Gewinn gemacht. Im November kam es zu einem Einbruch des Geschäfts, das sich vor allem international bemerkbar machte. Das Gesamtunternehmen verzeichnete im 1. Quartal 2001 einen Verlust von 208 Millionen Euro.

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