Forrester: Vodafone Live pusht mobiles Internet

Montag, 28. Oktober 2002

Nach der Einführung des webbasierten Handy-Dienstes "Vodafone Live" in sieben europäischen Ländern rechnet das Marktforschungsunternehmen Forrester mit einem Boom des mobilen Internet in Europa. Der auf dem GPRS-Standard basierende "Always-on"-Dienst des britischen Mobilfunkkonzerns werde nicht nur die Kundenzahl von Vodafone nach oben treiben, sondern auch den I-Mode-Service des Wettbewerbers E-Plus pushen. Dies begründet Forrester mit der massiven Marketingoffensive, die - unabhängig vom Anbieter - zu einer steigenden Nachfrage der Verbraucher nach mobilen Internetlösungen führen werde.

Nach Informationen von HORIZONT.NET will Vodafone für die Kampagne allein in Deutschland einen deutlich zweistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen. Forrester geht jedoch davon aus, dass Vodafone die Preise für seinen neuen Dienst zum Jahresende senken wird. Grund ist, dass sich von der Kernzielgruppe der 20- bis 30-Jährigen nur wenige eines der multimediafähigen Endgeräte leisten können: Das billigste Foto-Handy kostet bei Abschluss eines Vertrages immer noch 249 Euro, der Download von Spielen schlägt mit bis zu 5 Euro, das Herunterladen von Klingeltönen mit je 1,50 Euro zu Buche. Damit ist Vodafone teurer als das I-Mode-Angebot der KPN-Tochter E-Plus.

Mit dem neuen Angebot "Vodafone Live" können Kunden- sofern sie ein multimediafähiges Handy besitzen- Fotos schießen und diese per MMS oder E-Mail verschicken. Zudem bietet "Vodafone Live" unter anderem Spiele sowie internetbasierte Informations- und Entertainment-Dienste an, die von Kooperationspartnern wie Spiegel Online, Faz.net oder Vogue zugeliefert werden.
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