Forrester: Europäische Unternehmen erzielen 2005 ein Drittel ihrer Umsätze im B2B-Handel

Freitag, 18. Mai 2001

In Europa werden Unternehmen im Jahr 2005 bis zu 33 Prozent ihrer Umsätze im Online-B2B-Handel erwirtschaften. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Forrester Research in seiner neuen Studie. Nach Ansicht der Marktforscher müssen die 100 größten europäischen Unternehmen als Voraussetzung jedoch zunächst einmal jeweils rund 11 Millionen Euro in E-Commerce-Applikationen investieren.

Zudem rät Forrester den Unternehmen, ihre Onlinestrategie zu überdenken. "Momentan konzentriert man sich bei Websites für den B2B-Bereich auf Features und nicht auf die Funktionalität", kritisiert Charles Homs, Senior Analyst bei Forrester Research. "Mit den häufig vorhandenen Insellösungen für das Onlinegeschäft haben europäische Firmen das Nachsehen, denn Features allein bringen keinen Umsatz." Für das Jahr 2005 rechnet Forrester in Europa mit einem Onlinehandelsvolumen in Höhe von 2,1 Billionen Euro.

Wenig Aussicht auf Erfolg haben laut Forrester E-Marktplätze, die einen Schwerpunkt auf Auktionen setzen. In diesem Bereich würden bis 2005 lediglich 2,7 Prozent des gesamten Onlinehandelsvolumens in Europa umgesetzt, schätzt Forrester. Unternehmen sollten bei B2B-Plattformen ihren Kunden den Zugriff auf den gesamten Geschäftsprozess ermöglichen. Zudem seien Unternehmen gut beraten, ihre Marken online stärker in den Mittelpunkt stellen.
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