Formel-1 erstmals mit Split-Screen

Montag, 27. September 1999
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Während der Live-Übertragung des "Großen Preises von Europa" vom Nürburgring hat der Fernsehsender RTL erstmals während einer Formel-1-Werbepause einen Split-Screen eingesetzt. Das Rennen am gestrigen Sonntag sahen 11,38 Millionen Zuschauer. In der dritten von vier Werbeinseln während des Rennens konnten die Zuschauer in der linken oberen Ecke des Bildschirms das Rennen weiterverfolgen, während auf den restlichen 80 Prozent der Fläche die Werbespots von Kunden wie Diebels, IBM und Ford liefen. "Auch wenn man nicht jedes Detail erkennen kann, eignet sich Formel-1 sehr gut für Split-Screens, weil der Zuschauer im Rennen bleibt", ist Jan Isenbart, Sprecher des RTL-Vermarkters IP Deutschland, überzeugt. Es handele sich um einen "Versuchsballon", dessen Akzeptanz jetzt erforscht werde. Anders als beim Motorsport hat der Kölner Sender am Samstag zuvor bei der Übertragung des Boxduells Schulz gegen Klitschko (10,53 Millionen Zuschauerreichweite) in jeder Kampfpause mit einem Split-Screen gearbeitet. Für einen Split-Screen-Spots mussten Werbekunden den gleichen Preis wie für einen Vollbild-Spot zahlen: 135.000 Mark kostete ein 30-Sekunden-Spot in einer Boxpause und 189.000 Mark während eines Formel-1-Breaks. "Eine höhere Attraktivität und Akzeptanz der Spots gleicht die geringere Bildschirmfläche aus", begründet Isenbart die Kalkulation. Einige Medienplaner befürchten hingegen, dass sich die Zuschauer mehr für das Programm in der Bildschirmecke als für den Werbespot interessieren könnten.
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