Focus wird männlicher

Mittwoch, 20. Juli 2005

Die aktuelle Media-Analyse (MA) attestiert den Nachrichtenmagazinen "Focus" und "Spiegel" wachsenden Leserzuspruch. Der Burda-Titel steigert seine Reichweite um 3 Prozent auf 6,03 Millionen Leser pro Ausgabe (LpA), die Leserschaft des Hamburger Nachrichtenmagazins klettert um 5 Prozent auf 5,96 Millionen Leser. "Während 'Focus' mehr Männer als Leser gewinnen konnte, wird das ältere Magazin aus Hamburg deutlich weiblicher", freut sich Frank-Michael Müller.

Der "Stern" hingegen verliert 2 Prozent seiner Leser; das Magazin wird von 7,84 Millionen LpA gelesen. Diese Entwicklung steht im Widerspruch zur Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse, die dem Gruner + Jahr-Titel die höchsten Zuwächse unter den aktuellen beziehungsweise Nachrichten-Magazinen attestierte.

Bei den Peoplemagazinen macht "Gala" im Kampf gegen "Bunte" und "Neue Revue" Boden wett: Der G+J-Titel, der von 2,06 Millionen Menschen gelesen wird, konnte 5 Prozent neue Leser für sich gewinnen. Dagegen verliert "Bunte" bei einer Reichweite von 4,34 Millionen LpA knapp zwei Prozent Leser; "Neue Revue" büßt bei einer Reichweite von 2,13 Millionen Menschen knapp 6 Prozent seiner Leserschaft ein.

Reichweitenzuwächse verbuchen ebenso die Sparten Lifestyle, Wissenschaft und Computer sowie Frauenzeitschriften. Die Ergebnisse der aktuellen MA werden nun zum zweiten Mal mit dem Titelsplittmodell erhoben - ein Datenvergleich mit der vorhergegangenen Erhebung ist daher wieder möglich. "Das Modell hat sich sehr gut bewährt", urteilt AG.MA-Vorstandsmitglied Michael Walter. "Die Ergebnisse unserer Erhebungen zeigen ein deutlich detaillierteres Bild über die nach wie vor auf hohem Niveau leigenden Lesegewohnheiten der deutschen Bevölkerung." So steigt die Leserschaft von 90 der 175 abgefragten Zeitschriften. is
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