"Focus" erhöht den Copypreis / Reaktion auf schwaches Anzeigengeschäft

Mittwoch, 05. Mai 2010
Focus-Geschäftsführer Helmut Markwort
Focus-Geschäftsführer Helmut Markwort
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Der "Focus" wird teurer. Das Fakten-Magazin aus dem Burda-Verlag zieht die Konsequenzen aus dem nach wie vor schwachen Anzeigengeschäft und erhöht seinen Copypreis um 30 Cent von 3,20 Euro auf 3,50 Euro. Der Preis für das Abonnement wird zum selben Zeitpunkt von 2,95 Euro auf 3,20 Euro je Ausgabe angeglichen. Die Preiserhöhung ist die erste seit mehr als drei Jahren. Zuletzt hatte "Focus" den Copypreis im Januar 2007 angehoben. Die jetzt beschlossene Maßnahme, die mit der Ausgabe vom 22. Mai wirksam wird, begründet der scheidende Focus-Geschäftsführer Helmut Markwort mit der aktuellen "Marktsituation" und dem Ziel, den Lesern weiterhin "hochwertigen Magazinjournalismus" bieten zu wollen. "Nun müssen auch wir uns den derzeitigen Gegebenheiten des Marktes anpassen, wofür unsere Leser sicher Verständnis haben", erklärt Markwort. "Focus" bewege sich selbst nach der Verteuerung "nach wie vor im mittleren Preissegment der aktuellen Magazine."

Der "Focus" hat auch nach seiner Runderneuerung Probleme im Anzeigengeschäft. Laut der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) musste das Magazin in den ersten vier Monaten 2010 einen Einbruch verkraften. Das Anzeigen-Minus lag bei knapp 3 Prozent. Auch die verkaufte Auflage bröckelt. Mit einem Rückgang von rund 95.000 auf 587.000 Exemplare war "Focus" der drittgrößte Verlierer der aktuellen IVW I/2010. mas

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