"Focus" baut Hauptstadtbüro aus und wirbt Redakteurin vom "Spiegel" ab

Montag, 06. August 2012
Ulrike Demmer, Andras Große Halbuer, Tatjana Heid, Philipp Neumann und Andreas Niesmann
Ulrike Demmer, Andras Große Halbuer, Tatjana Heid, Philipp Neumann und Andreas Niesmann


Der "Focus" verstärkt wie angekündigt sein Berliner Büro. Neben den internen Wechseln von München in die Hauptstadt kann das Magazin von Hubert Burda Media auch fünf Neuzugänge verkünden - darunter auch eine Korrespondentin des großen Konkurrenten "Spiegel". Ulrike Demmer, 39, seit 2009 Korrespondentin des "Spiegel" in Berlin, wird ab Januar 2013 stellvertretende Büroleiterin im Hauptstadtbüro von "Focus". Laut Medienautor Kai-Hinrich Renner ist dies der erste direkte Wechsel eines "Spiegel"-Redakteurs zur Konkurrenz aus München und zugleich der fünfte Abgang im Berliner Büro des "Spiegel" in diesem Jahr. Hintergrund soll laut Renner das angeblich schlechte Betriebsklima sein.

Die weiteren Neuzugänge des "Focus": Andreas Große Halbuer wechselt ab Oktober von der "Financial Times Deutschland" nach Berlin. Der 39-jährige Absolvent der Georg-von-Holtzbrinck-Journalistenschule arbeitete zuvor unter anderem für "Capital" und die "Wirtschaftswoche". Tatjana Heid kommt ab November von der Zeitung "Das Parlament" zum "Focus". Die 29-Jährige hat zuvor bereits für die "Berliner Zeitung" und Spiegel Online gearbeitet.

Philipp Neumann wechselt zum 1. Dezember ins Hauptstadtbüro des Nachrichtenmagazins. Der 38-Jährige ist seit 2001 bei der "Welt", seit 2005 schreibt er für das Parlaments- und Politikressort der Tageszeitung. Bereits Anfang August hat Andreas Niesmann seine Tätigkeit für den "Focus" aufgenommen. Der 29-Jährige war nach seinem Volontariat an der Georg-von-Holtzbrinck-Journalistenschule seit 2011 Redakteur beim "Handelsblatt".

"Wir setzen damit unsere Ankündigung in die Tat um, FOCUS zu stärken, indem wir weiter in guten Nachrichtenjournalismus investieren. Ich freue mich über die hochkarätige personelle Aufstockung des Hauptstadtbüros durch unsere Münchener Kollegen und die Neuverpflichtungen", sagt "Focus"-Chefredakteur Uli Baur. dh
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