Focus-Online-Chef Jochen Wegner fordert Transparenz beim Suchmaschinenmarketing

Donnerstag, 26. Juni 2008
Jochen Wegner
Jochen Wegner

Der Streit zwischen den großen Nachrichtensites über den Umgang mit Suchmaschinen-generiertem Traffic geht weiter. Nach der von Sueddeutsche.de-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs in HORIZONT angetretenen Debatte zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) – dem Aufbereiten von Online-Inhalten so, dass sie von Google und Co optimal gefunden werden – sorgt nun die käufliche SEO-Schwester Search Engine Marketing (SEM) für Zündstoff bei Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen. Hier geht es um den Erwerb von Schlagworten und Textanzeigen in Suchmaschinen-Werbeprogrammen wie Google Ad Words. Focus-Online-Chefredakteur Jochen Wegner beurteilt die digitale Vertriebswerbung SEM kritisch: „Das ist Zukauf von Traffic, und Angebote wie Welt.de profitieren überproportional davon. Dies sollte transparent gemacht werden, und ich hätte nichts dagegen, SEO- und SEM-Traffic branchenweit getrennt auszuweisen.“ Manche Redaktionen, so will Wegner wissen, kauften derzeit für hohe fünf- oder gar sechsstellige Summen pro Monat Reichweite bei Google und anderen Anbietern, „ohne diesen Traffic auch nur entfernt refinanzieren zu können“. rp

Mehr zur Debatte über SEO und SEM bei Nachrichtensites lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 26/2008, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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