"Focus": Müller hält Verlust von Zehntausenden Abos für möglich

Donnerstag, 23. April 2009
Frank-Michael Müller rechnet mit dem Verlust von Abonnenten
Frank-Michael Müller rechnet mit dem Verlust von Abonnenten

Frank-Michael Müller, Geschäftsführer des Focus-Magazin-Verlags, geht davon aus, dass die Aboauflage des "Focus" zurückgehen wird. Müller hatte vergangene Woche angekündigt, die Prämienwerbung deutlich zurückzufahren. "Wir wissen, dass wir damit einige Prämienjäger verlieren und damit eventuell einige Zehntausend Abos", sagt Müller gegenüber HORIZONT.NET. Hintergund: Die Haltbarkeit vieler der über aufwändige Prämien gewonnenen Abos sind von kurzer Dauer. "Das ist wirtschaftlich nicht so spannend. Also ändern wir die Strategie und wollen uns schrittweise davon verabschieden", sagt Müller. 

"Wir wollen Leser, die das Abo wegen der Zeitschrift kaufen", so Müller weiter. In der IVW I/2009 zählt "Focus" 331.170 Abonnements und eine gesamte verkaufte Auflage von 683.440. Den möglichen Rückgang will Müller mit Aktionen zumindest anteilig kompensieren. "Über neue Ansätze werden wir zusehen, dass wir in der Zielgruppe Leser hinzugewinnen. Wir haben in den vergangenen anderthalb Jahren eine Menge dazu gelernt, wie man an eine solche Zielgruppe ran kommt", sagt er. 2008 hatte der Verlag über eine Kooperation mit GMX und Web.de zum Beispiel 70.000 Mini-Abonnements gewonnen. pap
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