"Focus"-Chefredakteur Jörg Quoos: "Werden Kampf um die schrillste Schlagzeile nicht mitmachen"

Mittwoch, 13. Februar 2013
"Focus"-Chefredakteur Jörg Quoos (Foto: Thorsten Fleischhauer)
"Focus"-Chefredakteur Jörg Quoos (Foto: Thorsten Fleischhauer)
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Focus Quoos Amtsantritt Lesestrecke


Knapp 30 Tage nach Amtsantritt erläutert „Focus“-Chefredakteur Jörg Quoos im exklusiven Interview mit HORIZONT, wie er das Profil des Magazins schärfen will. So werde er künftig bei den entsprechenden Themen längere Lesestrecken ins Blatt integrieren. „Wenn man den Anspruch hat, Hintergrund zu liefern, muss man den Geschichten mehr Raum zur Entfaltung bieten. Die Leser wissen das zu schätzen. Wir haben den Mut zur längeren Strecke“, so Quoos in HORIZONT. Zwar soll der „Focus“ auch zukünftig Nutzwert liefern und Ratgeber sein, aber Quoos will mehr politische Themen anpacken: „Wenn in der Politik Wichtiges passiert, muss das auch auf den Titel.“ Dabei erteilt er dem Eskalationsjournalismus eine klare Absage: „Wir werden beim Kampf um die schrillste Schlagzeile und die abstruseste Geschichte nicht mitmachen“, sagte er im HORIZONT-Interview.

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Das vollständige Interview mit Jörg Quoos findet sich in HORIZONT Nr. 7 (Erscheinungstermin 14. Januar 2013).

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Skeptisch ist der ehemalige „Bild"-Vize, was die Erfolgsaussichten einer Paid-Content-Strategie angeht: „Eine Paywall aufzubauen, macht meines Erachtens nur dann Sinn, wenn alle Anbieter mitmachen, aber das wird nicht passieren.“ Die „Logik eines Marktes, auf dem es so viel gratis gibt“, sei nur schwer zu durchbrechen, so Quoos. vs
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