Finanzdienstleister nutzen Internetpotenziale nur ungenügend

Dienstag, 05. Juni 2001

Banken und Versicherungen haben in Sachen Internet noch Nachholbedarf. Zwar wurden im vergangenen Jahr die Internetauftritte weiter ausgebaut, doch nutzen die Unternehmen das Potenzial des Internets noch nicht für ihr Geschäft aus. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Mummert + Partner in einer aktuellen Studie.

Insbesondere bei den Finanzdienstleistern gibt es noch viel zu tun. Kunden müssen laut Studie für wesentliche Transaktionen immer noch die Filiale besuchen oder den Außendienst bemühen. Selbst die Online-Kontoführung bieten nur zwei von drei Banken an. Bei Kreditinstituten bleibt der Zahlungsverkehr genau wie im Vorjahr die am häufigsten angebotene Leistung.

Bei 69 Prozent sind Überweisungen und Kontoabfragen möglich. Die Eröffnung eines Kontos über das Internet bieten 37 Prozent und damit mehr als fünfmal soviele Anbieter wie noch vor einem Jahr an. Basistransaktionen wie Adressenänderungen sind jedoch nur bei etwa einem Fünftel der Web-Auftritte möglich, das Anfordern von Kredit- oder Scheckkarten ist sogar nur bei etwa jedem zehnten Kreditinstitut im Angebot.

Im Online-Wertpapierhandel ist laut Studie eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Jahr 2000 festzustellen. Dennoch bieten nur 39 Prozent der Anbieter den Aktienkauf über das Netz an. Bei 43 Prozent ist der Erwerb von Fonds möglich. Im Rahmen der Studie wurden im April und Mai 2001 die Internetauftritte der 188 größten Kreditinstitute, Versicherungen und Finanzportale im deutschsprachigen Raum getestet.
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