"Financial Times Deutschland" reduziert Umfang

Freitag, 07. November 2008
Die FTD wird bald um zwei Seiten dünner
Die FTD wird bald um zwei Seiten dünner

Gruner + Jahr tritt bei der Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland" auf die Kostenbremse. Bereits zum Monatsende soll der Umfang des defizitären Blatts reduziert werden. Im Schnitt wird die "FTD" künftig um zwei Seiten dünner. Zudem wird die Wochenendbeilage "Weekend" eingestellt. Entlassungen sind nicht geplant. Allerdings sollen Zeitverträge nicht verlängert und Redakteuren Aufhebungsverträge angeboten werden.  Die Maßnahmen sind Teil eines umfangreichen Sparpakets von Gruner + Jahr. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der Großverlag sein Portfolio um jene Titel bereinigen will, "die keine Aussicht haben, die Krise zu überstehen". Auf der Streichliste stehen Medienberichten zufolge wohl schwächelnde Titel wie "Emotion", "Essen & Trinken für jeden Tag" und "Flora Garten". Zu den wirtschaftlichen Sorgenkindern von G+J zählen auch die "FTD" und "Park Avenue" die jedoch journalistische Vorzeigeobjekte sind. 

Zudem wird über eine Zusammenlegung der Gruner+Jahr-Wirtschaftspresse ("FTD", "Capital", "Impulse", "Börse Online") am Hauptsitz Hamburg spekuliert. Die Magazine "Capital" und "Impulse" erscheinen derzeit in Köln, "Börse Online" wird in München produziert. dh
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