Filmwirtschaft beklagt illegale Downloads aus dem Internet

Dienstag, 08. April 2003

Erstmals legt nach der Musikindustrie auch die deutsche Filmwirtschaft Zahlen zur Online-Piraterie vor. Rund 15,5 Millionen Spielfilme seien im Jahr 2002 aus dem Internet heruntergeladen worden, die meisten davon illegal. Dies ergibt eine Untersuchung, die die GfK in Nürnberg im Auftrag der Filmförderungsanstalt Berlin (FFA) durchgeführt hat. Danach zogen 2,4 Millionen Deutsche im Schnitt sechs Filme aus dem Netz. Von knapp 56 Prozent wurden die Downloads auf CD-Rohlinge, von 8 Prozent auf DVD-Rohlinge kopiert. Über die Hälfte der Personen gab an, die Spielfilme downzuloaden, bevor sie im Handel oder in der Videothek erhältlich sind. 23 Prozent verschaffen sich bereits vor dem deutschen Kinostart Zugriff. Da die meisten Personen zwischen 10 und 29 Jahre alt sind, sei die Kernzielgruppe der Kinos betroffen. Für die Studie wurden 10.000 Panelteilnehmer befragt. kj
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