Fernsehwoche nimmt weibliche Leser ins Visier

Donnerstag, 16. Oktober 2003

Die "Fernsehwoche" aus der Bauer Verlagsgruppe besinnt sich wieder auf ihre alten Stärken. Nach Antritt der neuen Chefredakteurin Andrea Wicherek im Februar dieses Jahres hat das Blatt jetzt vor allem die weiblichen Leser im Blick. Die stärkste Veränderung erfolgte jedoch in der Struktur und inhaltlichen Ausrichtung des Mantelteils. Der hintere Heftteil wurde komplett vor das Programmlisting geschoben. Alle vorderen Mantelthemen beziehen sich jetzt konkret oder thematisch auf TV-Sendungen der Programmwoche. So zieht die Redaktion einzelne Themen wie den TV-Tipp "Fluch des Goldes" zum breiten Trendthema Gold hoch. "Das Konzept in dieser Konsequenz ist einzigartig", glaubt Wicherek. Die "Fernsehwoche" setze jetzt deutlich sichtbar auf journalistische Qualitätstugenden. "Alles in allem hat das Blatt jetzt einen stärkeren llustrierten-Charakter", fasst Wicherek das Ergebnis des Prozesses der vergangenen Monate zusammen.

Eine aufgeräumtere Titelseite, mehr Emotionen im Heft sowie weichere Farben runden die Maßnahmen der ehemaligen "Funk-Uhr"-Chefredakteurin ab. Auch inhaltlich setzt sie weitere neue Schwerpunkte. Beauty und Wissen wurden neu ins Heft genommen und die Textmenge erhöht. Außerdem wurde das Layout verändert sowie eine neue Brotschrift eingeführt. "Wir setzen auf einen extremen Zusatznutzen und mehr Informationen", beschreibt die Chefredakteurin ihr Konzept. Trotz dieser Veränderungen verzichtet Verlagsleiter Ingo Klinge vorerst auf verstärkte Publikumswerbung. Erst Anfang kommenden Jahres sei mit einer Werbekampagne zu rechnen. wg
Meist gelesen
stats