Fernsehdauer in Deutschland steigt wieder an

Dienstag, 05. Januar 2010
Die Deutschen sitzen wieder länger vor dem Fernsehschirm
Die Deutschen sitzen wieder länger vor dem Fernsehschirm

Ob es mit Wirtschaftskrise und Kurzarbeit zu tun hat? Die Deutschen sehen wieder mehr fern. Erstmals seit drei Jahren ist 2009 die durchschnittliche TV-Sehdauer wieder angestiegen. Mit aktuell 212 Minuten pro Tag ist der Fernsehkonsum fünf Minuten höher als im Vorjahr und liegt damit wieder auf dem Niveau von 2006. Das geht aus einer Analyse von Media Control hervor. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kletterte die Sehdauer um vier Minuten auf 182 Minuten. Dabei gibt es deutliche Unterschiede je nach Region und Altersgruppe. Am längsten vor der Glotze hängen die Zuschauer in Brandenburg. Dort liegt der tägliche TV-Konsum bei 262 Minuten (plus neun Minuten). In den vergangenen zehn Jahren stieg die Sehdauer in dem Bundesland um 52 Minuten und weist damit auch die höchte Steigerungsrate auf. Rückläufig ist der Fernsehkonsum dagegen in Mecklenburg-Vorpommern (minus fünf Minuten auf 231 Minuten) und dem Saarland (minus drei Minuten auf aktuell 222 Minuten). In Hessen sehen die Zuschauer im Schnitt 200 Minuten pro Tag fern.

Am längsten sehen die über 50-Jährigen in Berlin fern. Sie sitzen im Schnitt 333 Minuten pro Tag vor dem TV-Gerät. Ältere Menschen schauen generell mehr Fernsehen: Bei den über 50-Jährigen ist die Sehdauer mit durchschnittlich 279 Minuten am höchsten. Bei den Kindern von 3 bis 13 Jahren ist die Nutzungsdauer dagegen mit 88 Minuten am geringsten. dh
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