Fans von Google Street View bewerfen verpixelte Häuser mit Eiern

Montag, 22. November 2010
Im Essener Stadtteil Bergerhausen wurden besonders viele Häuser verpixelt (Foto: DerWesten)
Im Essener Stadtteil Bergerhausen wurden besonders viele Häuser verpixelt (Foto: DerWesten)
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Google-Fans haben in Essen ihrem Ärger über verpixelte Häuser bei Google Street View Luft gemacht und mehrere Häuser mit rohen Eiern beworfen. Wie das Internet-Portal DerWesten berichtet, wurden am Wochenende mehrere Reihenhäuser im Essener Stadtteil Bergerhausen beschmutzt, die bei Google Street View auf Wunsch der Anwohner unkenntlich gemacht wurden. An den Briefkästen der betroffenen Häuser klebten Zettel mit der Aufschrift "Google's cool". Der Dienst des Internetkonzerns war am vergangenen Donnerstag nach rund zweijähriger Vorbereitungszeit online gegangen. Laut Google haben rund 3 Prozent der Hausbesitzer in den von Google abfotografierten Städten und Gemeinden ihre Häuser verpixeln lassen. Insgesamt wollen 244.000 Hausbesitzer ihr Hauses nicht im Internet sehen. 

Für Unmut bei vielen Nutzern sorgen auch verpixelte Mehrfamilien- oder Mietshäuser: Google muss die entsprechenden Fotos auch dann unkenntlich machen, wenn nur eine Partei der Veröffentlichung bei Street View widerspricht. Ist ein Haus erst einmal verpixelt, gibt es kein Zurück mehr: In Absprache mit den Datenschutzbehörden wird auch das Rohmaterial unkenntlich gemacht.

Fünf Tage nach dem Start von Google Street View in Deutschland zieht der Suchmaschinenriese dennoch eine positive Bilanz: Am Starttag wurden laut Google mehr als doppelt so viele Bilder aufgerufen wie an normalen Tagen. Damit war die Resonanz so groß wie in keinem anderen der 26 Länder, in denen Street View bereits verfügbar ist. dh
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