Fakten: Burda packt seine Pläne für die Milchstraße auf den Tisch

Montag, 14. Februar 2005

Der Münchner Medienkonzern Hubert Burda Media bekennt sich klar zu den Titeln der Verlagsgruppe Milchstraße und zum Standort Hamburg. Nach gründlicher Prüfung durch den Integrationsausschuss der Verlagsgruppe beabsichtigt der Münchner Konzern zusätzliche Investitionen in Millionenhöhe in die Hamburger Titel und Marken der Verlagsgruppe Milchstraße. Die Zeitschriften "TV Spielfilm", "Fit for Fun", "Max" und "Cinema" bleiben in Hamburg. Die Frauenzeitschrift "Amica" soll zukünftig in der Burda People Group ("Bunte", "InStyle") unter der Führung von Philipp Welte und Patricia Riekel in München verlegt werden. Die Zeitschrift "Tomorrow" soll von der Münchner Vogel Burda Holding ("Chip") übernommen werden.

"Wir haben die Verlagsgruppe Milchstraße in einer schweren Krisensituation übernommen. Wegen der negativen Marktentwicklung, der sinkenden Anzeigenerlöse, hoher Fixkosten und wegen konzeptioneller Probleme hat der Verlag mehrere Jahre hintereinander rote Zahlen geschrieben", erklärt Burda-Vorstand Helmut Markwort. "Um die Zeitschriften zu erhalten und die Verlagsgruppe Milchstraße als Profitcenter fortführen zu können, müssen wir konsequent Fixkosten und Doppelfunktionen abbauen und alle künftigen Anstrengungen auf die Zeitschriften konzentrieren. Unser Unternehmen bekennt sich klar zum Standort Hamburg und wird Millionen Euro in die Titel und Marken der Hamburger Verlagsgruppe investieren. Markwort: "Die Hamburger Zeitschriften sind mehrheitlich durch eine männliche Leserschaft geprägt. Amica passt hingegen mit seinen weiblichen Leserinnen viel besser zur erfolgreichen Burda People Group."

Andreas Mayer, bislang Geschäftsführer der Titel "Max" und "Tomorrow", verantwortet künftig die Geschäftsführung des gesamten Verlagsbereichs der Verlagsgruppe Milchstraße. Der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung, Martin Fischer, wird auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheiden, um sich mit der Martin Fischer Medien selbstständig machen. Andreas Schilling und Helge-Jörg Volkenand, Geschäftsführer des Burda Advertising Centers, werden für die Integration der Anzeigenvermarktung zuständig sein. Die Anzeigenleitungen verbleiben auch künftig in der Verlagsgruppe Milchstraße. Für die Anzeigenvermarktung sollen die Verkaufsbüros des Burda Advertising Centers verantwortlich sein. Im Zuge der Integration werden wohl etwa hundertfünfzig Stellen in Hamburg vor allem im Verwaltungs- und kaufmännischen Bereich durch Verlagerung und Veränderung entfallen, um auch hier Doppelfunktionen zu vermeiden. nr
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