Fachverlagsgruppe Springer peilt Umsatzrendite von 15 Prozent an

Donnerstag, 01. Juli 2004

Die Fachverlagsgruppe Springer Science + Business Media will den Umsatz im laufenden Jahr auf 820 Millionen Euro steigern. CEO Derk Haank peilt dabei eine Rendite von 15 bis 20 Prozent an. Im vergangenen Jahr erzielte das aus Bertelsmann Springer und Kluwer Academic Publishers entstandene Unternehmen einen Umsatz von 833 Millionen Euro - darin enthalten ist allerdings noch der Umsatz der im Frühjahr verkauften Druckerei Stürtz in Würzburg von rund 60 Millionen Euro.

Mittelfristig will der seit Februar amtierende Haank, der zuvor für den Branchenprimus Reed Elsevier tätig war, vor allem organisch weiter wachsen. "4 bis 5 Prozent pro Jahr sollten möglich sein", sagte er in Berlin. Parallel dazu seien auch kleinere Zukäufe denkbar. Die Fachverlagsgruppe stützt sich auf die zwei Säulen Science, Technology, Medicine (STM), in dem die wissenschaftlichen Zeitschriften- und Buchverlage wie Gabler gebündelt sind und auf das Geschäftsfeld B2B. Die B2B-Sparte umfasst unter anderem Fachzeitschriften wie die "Ärzte Zeitung". Haank will in den kommenden Jahren beide Sparten mit Innovationen und kleineren Zukäufen stärken.

Umsatz und Rendite zu steigern bleiben für Haank auch im Hinblick auf einen potenziellen Börsengang die wichtigsten Aufgaben. Springer gehört den britischen Finanzinvestoren Cinven und Candover, die sich ab 2007 wieder aus dem Investment zurückziehen möchten. Derzeit gilt der Börsengang als die wahrscheinliche Exit-Stratgie. Ein Verkauf an ein anderes Medienhaus ist aber nicht ausgeschlossen. pap

Das ausführliche Interview mit Derk Haank erscheint in HORIZONT vom 8.Juli 2004
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