Fachverlage verbuchen 4 Prozent Umsatzrückgang

Dienstag, 04. Mai 2010
-
-
Themenseiten zu diesem Artikel:

Fachverlag Umsatzrückgang Umsatz Umsatzerlös


Im vergangenen Jahr sind die Umsatzerlöse der deutschen Fachverlage gesunken. Insgesamt betrug der Umsatz 3 Milliarden Euro (2008: 3,1 Mrd. Euro) - das entspricht einem Umsatzrückgang von 4,2 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Statistik des Fachverbands Deutsche Fachpresse, die auf einer jährlich von Januar bis März durchgeführten Mitgliederbefragung basiert. Der Gesamtrückgang des Fachmedienumsatzes ist überwiegend auf das Fachzeitschriftengeschäft zurückzuführen, vor allem auf die stark gesunkenen Anzeigenerlöse (minus 180 Millionen Euro). In diesem Bereich ging der Umsatz um 10,9 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zurück.

Durch Investitionen in neue Geschäftsfelder wie digitale Medien konnten die Verlage die Rückgänge bei den Anzeigenumsätzen der Fachzeitschriften allerdings teilweise kompensieren: So sind die Umsätze mit Elektronischen Medien stark gewachsen (plus 21,9 Prozent auf 359 Millionen Euro).

Auch der Umsatz mit Fachbüchern/Loseblatt konnte 2009 gesteigert werden (plus 4,5 Prozent; 2008: minus 3,2 Prozent). Die Dienstleistungserlöse, die 2008 noch ein Plus von 10,2 Prozent verzeichnen konnten, waren 2009 mit einem Minus von 3,2 Prozent rückläufig.

Aufgrund des geschrumpften Fachzeitschriftenumsatzes ist der Anteil der Fachzeitschriften am Gesamtumsatz der Fachverlage 2009 von 64,3 Prozent auf 59,8 Prozent gesunken. Der Umsatzanteil der Elektronischen Medien ist gegenüber dem Vorjahr um gut ein Viertel auf 12 Prozent angestiegen. Ebenfalls einen leichten Zuwachs erfuhr der Umsatzanteil im Bereich Fachbücher/Loseblatt. Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Fachmedienumsatz liegt mit 9,7 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (8,6 Prozent).

Bei den Erwartungen an das Jahr 2010 sind die Fachverleger - sicherlich ausgehend von ihrem jeweiligen Jahresergebnis 2009 - geteilter Meinung, aber überwiegend optimistisch: Jeweils 35,3 Prozent gehen von einem gleichbleibenden oder besseren Ergebnis als 2009 aus, 29,4 Prozent erwarten schlechtere Zahlen.

Die ausführlichen Ergebnisse der Fachpresse-Statistik 2009 stehen auf Deutsche-fachpresse.de. se
Meist gelesen
stats