Fachpresse mit Umsatzsteigerung

Donnerstag, 11. Mai 2006

Der Gesamtumsatz der deutschen Fachzeitschriften ist erstmalig seit 2001 wieder deutlich gestiegen. Die Fachpresse-Statistik 2005 weist einen Umsatzzuwachs von 3,2 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro aus. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Mitgliederbefragung der Deutschen Fachpresse. Der Anzeigenumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf 902 Millionen Euro, der Vertriebsumsatz wuchs um 1,7 Prozent auf 878 Millionen Euro. "Diese Entwicklung ist erfreulich, auch wenn die Lage nach den vier vergangenen Jahren in vielen Verlagen noch nicht so ist, wie wir es uns wünschen", bilanziert Uwe Hoch, Sprecher der Deutschen Fachpresse. Derzeit erscheinen 3700 Fachtitel, 164 wurden letztes Jahr neu eingeführt (plus 1,4 Prozent).

Laut der Befragung konnten zudem über die Hälfte der Fachverleger 2005 ein besseres Ergebnis erzielen als im Vorjahr. Für 2006 rechnen 38 Prozent mit verbesserten Ergebnissen, 48 Prozent erwarten Stabilität.

Drei Viertel des Umsatzes wurden 2005 durch die Fachzeitschriften erwirtschaftet, die weiterhin den Kernbereich der Fachverlage darstellen. Ein Viertel des Gesamtumsatzes wurde durch Fachbücher, Loseblattwerke und CD-ROMS erzielt, rund 2 Prozent im Online-Sektor. Die Beteiligung von Verlagen an internationalen Geschäften wuchs leicht um einen Prozentpunkt auf 83 Prozent. Davon sind rund ein Drittel in Kooperationen und 28 Prozent mit eigenen Auslandstöchtern aktiv. gen

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