Fachpresse-Statistik: Digitale Medien bescheren Fachmedien Umsatzplus

Dienstag, 23. April 2013
Die Deutsche Fachpresse hat ihre Statistik für 2012 vorgelegt
Die Deutsche Fachpresse hat ihre Statistik für 2012 vorgelegt

Die deutschen Fachverlage verzeichneten im vergangenen Jahr erneut steigende Umsätze. Dabei stehen wachsenden Erlöse im Bereich digitale Medien einem leichten Rückgang in den klassischen Geschäftsfeldern Fachzeitschriften und Fachbücher/Loseblattwerke gegenüber. Aber auch aus dem klassischen Printgeschäft gibt es positive Signale: Die Zahl der Fachtitel ist erstmals seit drei Jahren wieder gestiegen. Das geht aus der jährlichen Statistik der Deutschen Fachpresse hervor. Insgesamt stiegen die Umsätze der deutschen Fachmedienhäuser im Jahr 2012 um 0,4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Bereits im Vorjahr hatten sich die Umsätze der Branche um 1,9 Prozent erholt. Dabei wird das Wachstum derzeit ausschließlich von den digitalen Medien getragen: Während die Fachzeitschriftenerlöse mit einem Minus von 0,7 Prozent leicht rückläufig waren, legten die digitalen Medien um 10,1 Prozent zu. Der Bereich Fachbücher/Loseblattwerke verzeichnete einen Umsatzrückgang von 2,7 Prozent, die Dienstleistungserlöse waren nach einem starken Zuwachs von 13,9 Prozent im Jahr 2011 im vergangenen Jahr ebenfalls leicht rückläufig (-2,1 Prozent).

Den weitaus größten Anteil zum Umsatz der deutschen Fachverlage steuern nach wie vor die klassischen Fachzeitschriften mit einem Umsatzanteil von 57,4 Prozent (1,8 Milliarden Euro) bei - allerdings mit rückläufiger Tendenz. Positiv hat sich dagegen die Zahl der publizierten Fachtitel entwickelt: Nach drei Jahren mit rückläufigen Titelzahlen stieg die Anzahl der publizierten Fachzeitschriften im vergangenen Jahr auf 3.757 Titel. Der Umsatzanteil des Bereichs Fachbücher/Loseblattwerke sank auf 19,9 Prozent, digitale Medien trugen 16,6 Prozent zum Umsatz bei, Dienstleistungen 6,1 Prozent.

"Die Fachmedienverlage konnten sich im letzten Jahr dank einer innovativen Produktpolitik mit ihrem Angebotsportfolio gut am Markt behaupten. Die Wachstumspotenziale liegen eindeutig im digitalen Bereich. Das bestätigt wieder unsere aktuelle Fachpresse-Statistik 2012", sagt Stefan Rühling, Sprecher der Deutschen Fachpresse. "Deshalb unternehmen unsere Häuser auch weiterhin alle Anstrengungen, um ihre Stärken für Leser und Werbekunden in digitale Angebote zu überführen. Damit können sich die Fachmedienhäuser zukunftssicher aufstellen."

Für das laufende Jahr haben die Fachverlage optimistischere Erwartungen: 42 Prozent der befragten Verlage rechnet für 2013 mit einem besseren Ergebnis als im vergangenen Jahr, immerhin jeder Verlag mit einem schlechteren Ergebnis. 28 Prozent der befrgaten Unternehmen gehen von einem gleichbleibenden Ergebnis aus. dh
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