Fachpresse-Kongress: Print steht hoch im Kurs / Online hat Nachholbedarf

Dienstag, 18. Mai 2010
Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse
Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse

Professionelle Entscheider halten sich beruflich meist mithilfe von Fachzeitschriften auf dem Laufenden. 85 Prozent geben diese Mediengattung als Informationsquelle an. Auf Platz 2 stehen Hersteller-Websites (71 Prozent), gefolgt vom Außendienst (68 Prozent) und Direktwerbung (67 Prozent). Rund jeder zweite nutzt Online-Angebote von Fachmedien (57 Prozent) und besucht Fachmessen (49 Prozent). Dies geht aus der Studie "B-to-B-Entscheideranalyse 2010" der Deutschen Fachpresse hervor, die Verbandsgeschäftsführer Bernd Adam heute bei dem Kongress in Wiesbaden vorstellt. Für die repräsentative Untersuchung hat das Marktforschungsunternehmen TNS Emnid rund 600 Telefoninterviews durchgeführt. Um genauere Erkenntnisse über das Mediennutzungsverhalten zu bekommen, hat TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Fachpresse den Entscheidungsprozess vor einer Kaufentscheidung genauer unter die Lupe genommen. Hier zeigt sich: In der Phase des Informationssammelns vor einem Kauf sind Fachzeitschriften mit 65 Prozent für professionelle Entscheider die wichtigste Mediengattung. Auf Platz 2 stehen Hersteller-Websites (56 Prozent). Geht es um die konkrete Beschaffung von Investitionsgütern, also langlebigen Wirtschaftsgütern, so haben auch hier Fachzeitschriften mit 59 Prozent die größte Bedeutung vor Fachmessen (55 Prozent), Hersteller-Websites (57 Prozent) und Außendienst (50 Prozent). Bei der konkreten Beschaffung von Verbrauchsgütern teilen sich Fachzeitschriften mit Hersteller-Websites den Spitzenplatz (je 52 Prozent).

Die Studie hat darüber hinaus das Ansehen von B-to-B-Medien abgefragt. Beim Imagefaktor "Glaubwürdigkeit, Neutralität und Seriosität" liegen Fachzeitschriften mit 73 Prozent ganz vorne, vor Fachmessen mit 68 Prozent. Weit abgeschlagen ist dagegen Direktwerbung mit 23 Prozent. Nachholbedarf gibt es auch bei den Internetauftritten. Nur 41 Prozent der Befragten halten Online-Angebote von Fachmedien für seriös und glaubwürdig. Und gerade einmal 42 Prozent geben an, dass die Websites ihnen neue Entwicklungen und Trends aufzeigen. Der ausführliche Berichtsband im PDF-Format kann über die Frankfurter Geschäftsstelle der Deutschen Fachpresse bezogen werden. bn
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