Fachpresse-Kongress: Corporate Publishing als Geschäftsfeld

Mittwoch, 19. Mai 2010
Karl-Heinz Bonny
Karl-Heinz Bonny

Die Fachverlage verwahren sich gegen die Kritik, redaktioneller Inhalt verkomme durch ihre Corporate-Publishing-Projekte (CP) zum reinen Add-on. Dem Vorwurf, geäußert aus dem Publikum beim Kongress der Deutschen Fachpresse in Wiesbaden, entgegnete Karl-Heinz Bonny vom Landwirtschaftsverlag in Münster: „Die Basis für seriöses CP - das Vertrauen der Kunden nämlich - wird erst durch die journalistische und verlegerische Kompetenz der Fachzeitschriften gebildet." Albrecht Hauff, Geschäftsführender Gesellschafter des Stuttgarter Georg Thieme Verlags, gab allerdings zu bedenken, dass durch immer mehr kostenlos verfügbare Inhalte eine Wertminderung eintrete. Verlage seien daher durchaus aufgerufen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Einig waren sich die Diskutanten, dass die Bereiche Corporate Publishing und Corporate Services in Fachverlagen deutlich unabhängig von ihren Kernpublikationen abgegrenzt produziert werden müssen, um interne Konflikte zu vermeiden. son
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