Facebook tritt gegen StudiVZ an

Montag, 03. März 2008
Mark Zuckerberg  will den deutschen Markt erobern
Mark Zuckerberg will den deutschen Markt erobern

Facebook verschärft bei seiner internationalen Expansion das Tempo. Seit heute ist das vom kalifornischen Internet-Pionier Mark Zuckerberg gegründete Studenten-Netzwerk auch in Deutschland mit einer eigenen Seite präsent. Der Einstieg in den deutschen Markt ist gleichzeitig eine Kampfansage an StudiVZ. Die Holtzbrinck-Tochter ist mit inzwischen über 5 Millionen registrierten Mitgliedern das mit Abstand größte Online-Netzwerk für Studenten im deutschsprachigen Raum und hat seinen Spitzenplatz im IVW-Ranking gerade erst eindrucksvoll ausgebaut. Im Januar stieg die Zahl der Page-Impressions um 18,8 Prozent auf 6,3 Milliarden.

Mit dem Markteintritt von Facebook bekommt StudiVZ nun finanzkräftige Konkurrenz. Seit dem Einstieg des Softwareriesen Microsoft im vergangenen Herbst wird das junge Internetunternehmen, das in diesem Jahr Schätzungen zufolge lediglich rund 350 Millionen Dollar umsetzen wird,  mit 15 Milliarden Dollar bewertet. Hinzu kommt, dass der Launch in Deutschland von Kennern der hiesigen Web-Branche unterstützt wird. So sollen die Samwer-Brüder Alexander, Marc und Oliver, die hierzulande unter anderem mit der Gründung von Jamba Schlagzeilen gemacht haben, den Markteintritt in Deutschland begleiten. Die Samwers waren im Januar als Teilhaber bei Facebook eingestiegen.

Facebook fängt in Deutschland nicht bei Null an. Laut Matt Cohler, Vice President of Product Management, sind bereits mehr als eine Million Menschen in deutschsprachigen Ländern bei dem Netzwerk registriert. Der neue Auftritt in der Muttersprache, der laut Unternehmensangaben von mehr als 2000 Nutzern innerhalb von zwei Wochen ins Deutsche übersetzt wurde, soll das Wachstum hierzulande noch deutlich antreiben.
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