Facebook kauft Microsoft Anzeigenplattform Atlas ab

Freitag, 01. März 2013
Facebook will bessere Nachweise zur Werbewirkung liefern (Bild: Facebook)
Facebook will bessere Nachweise zur Werbewirkung liefern (Bild: Facebook)


Facebook bastelt weiter an seiner Werbestrategie: Das soziale Netzwerk übernimmt von Microsoft die Anzeigenplattform Atlas Advertiser Suite. Die Technologie des in Seattle beheimateten Unternehmens soll es Werbungtreibenden und Agenturen erlauben, Kampagnen besser zu verwalten und ihre Wirkung kanalübergreifend zu messen. "Wir glauben, dass sowohl Marketer als auch User von dieser Akquisition profitieren", schreibt Brian Boland, bei Facebook verantwortlich für das Produktmarketing. Nur wenn werbungtreibende Unternehmen und Agenturen einen ganzheitlichen Blick auf die Performance ihrer Kampagnen bekämen, könnten sie sicherstellen, dass die passenden Botschaften die richtigen User zur richtigen Zeit erreichten. "Atlas bietet die Möglichkeiten für diese Art Messung, dieses System auszubauen wird Marketern ein tieferes Verständnis für Efektivität erlauben und so bei den Verbrauchern zu besseren Erfahrungen mit digitaler Werbung führen", so Boland.

Ziel sei es, Atlas zur effektivsten, intuitivsten und stärksten Plattform zur Auslieferung, Verwaltung und Messung von Online-Werbung zu machen. Zusammen mit den Diensten von Nielsen und Datalogix ermögliche das Atlas-System Werbungtreibenden die Vergleichbarkeit ihrer Facebook-Kampagnen mit ihren übrigen Werbeaktivitäten. Nicht zuletzt soll der Deal, über dessen finanzielle Konditionen Facebook nichts bekannt gab, das soziale Netzwerk wohl in Sachen Displaywerbung auch in eine bessere Position gegenüber Google bringen.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers gehe es Facebook nicht um den Aufbau eines eigenen Werbenetzwerks, wie Zdnet berichtet. Wenn es dem Unternehmen allerdings gelingt, die Wirksamkeit von Facebook-Kampagnen besser zu belegen, wäre bereits viel gewonnen. Denn an der Effektivität von Werbung auf der Plattform hatten sich immer wieder Zweifel geregt. ire
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