Facebook bessert beim Datenschutz nach

Freitag, 28. August 2009
Die Community reagiert auf die Datenschutz-Debatte
Die Community reagiert auf die Datenschutz-Debatte

Facebook reagiert auf die anhaltende Debatte um Mängel beim Datenschutz. Das soziale Netzwerk will eigenen Angaben zufolge die Privatsphäre seiner Nutzer in Zukunft besser schützen. Damit setzt Facebook Empfehlungen kanadischer Datenschützer um, die im Juli gegen das soziale Netzwerk wegen der Weitergabe von Inhalten an Außenstehende ermittelt hatten. Als Konsequenz will Facebook nun die Kontrollmöglichkeiten, die Nutzer über ihre eigenen Informationen haben, deutlich verbessern. Geplant sind unter anderem neue Benachrichtigungen, eine Ergänzung der Privatsphäre-Richtlinien und technische Veränderungen. Das alles soll Nutzern eine bessere Kontrolle darüber geben, welche Daten und Informationen Drittanbietern zur Verfügung gestellt werden.

Facebook betont, dass ohne die ausdrückliche Zustimmung der Facebook-Mitglieder künftig grundsätzlich keine Daten mehr freigegeben werden. Außerdem muss der Nutzer ab sofort gesondert zustimmen, bevor auf Informationen von Freunden zugegriffen werden kann. „Wir glauben, dass diese Änderungen nicht nur für unsere Nutzer wichtig sind und alle ausstehenden Bedenken des Beauftragten berücksichtigen, sondern auch einen neuen Standard für die Branche setzen", sagt Elliot Schrage, Vicepresident for Communication and Public Policy bei Facebook.

Facebook will mit der Umsetzung der Pläne unverzüglich beginnen. Einige Änderungen werden aber Zeit brauchen, bis sie sichtbar werden. So muss etwa für die Neufassung der Privatsphäre-Richtlinien eine Frist eingehalten werden, damit die Nutzer Gelegenheit haben, sich mit den Richtlinien vertraut zu machen und sie zu kommentieren. mas
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