Facebook: Nutzer müssen "Sponsored Stories" zustimmen

Montag, 25. Juni 2012
Der Like-Button ist die Basis für die Sponsored Stories
Der Like-Button ist die Basis für die Sponsored Stories
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Facebook McDonald’s Netzwerk Werbebotschaft USA GM


Wieder Probleme für Facebook: Das Netzwerk darf künftig nur noch dann mit den Empfehlungen von Nutzern werben, wenn diese das auch erlauben. Wer nicht will, dass sein Name in den "Sponsored Stories" in Verbindung mit einer Werbebotschaft für ein Produkt oder Unternehmen auftaucht, kann dies nun verhindern. Klickt Nutzer A beispielsweise bei McDonald's auf "gefällt mir", könnte der Burger-Riese bei dessen Freunden damit werben. Nutzer B, der mit A befreundet ist, würde dann in der rechten Spalte seiner Startseite eine Anzeige sehen, in der steht, dass A McDonald's mag. In den Privatsphäre-Einstellungen können Nutzer nun entscheiden, ob sie ihre Daten für diese Art der personalisierten Werbung hergeben wollen.

In den AGBs steht daher nun: "Du kannst über deine Privatsphäre-Einstellungen einschränken, inwiefern dein Name und dein Profilbild mit kommerziellen, gesponserten oder verwandten Inhalten (wie z. B. einer Marke, die dir gefällt) verbunden werden können, die von uns zur Verfügung gestellt oder aufgewertet werden. Du erteilst uns die Erlaubnis, vorbehaltlich der von dir festgelegten Einschränkungen, deinen Namen und dein Profilbild in Verbindung mit diesen Inhalten zu verwenden."

So könnte eine personalisierte Anzeige aussehen(Bild: Facebook)
So könnte eine personalisierte Anzeige aussehen(Bild: Facebook)
Diesen Änderungen hat Facebook in einem Vergleich zugestimmt und so auf eine Klage von fünf Nutzern in den USA reagiert. Diese waren vor Gericht gezogen, weil ihre Profile und Namen ohne ihr Einverständnis für Werbung genutzt würden, ohne dass sie dem widersprechen könnten oder dafür bezahlt würden. Außerdem trägt Facebook die Anwaltskosten der Kläger und spendet 10 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke.

In den letzten Wochen musste Facebook einige Negativschlagzeilen verkraften: Erst zog sich Autobauer GM aus der Facebook-Werbung zurück, dann verlief der langerwartete Börsengang schlechter als erhofft und außerdem wird die Kritik am bestehenden Geschäftsmodell immer lauter. Der Launch einer eigenen Real-Time-Bidding-Plattform soll Kritiker jetzt jedoch erstmal verstummen lassen. sw
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